Die Zaubertrixxer / Foto: Sebastian Konopik

Mehr als ZaubertriXX

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Blog, Viktoria Bethmann

Jeder Mensch hat eine Definition von dem, was real ist und dem, was reine Illusion oder nicht mehr als Einbildung ist. Doch manchmal ist diese Unterscheidung gar nicht so einfach. Die Wirklichkeit lässt sich anhand logischer Schlussfolgerungen und Fakten festlegen. An manchen Orten – Orten, an denen die Illusion lebt – wird diese allerdings ausgegrenzt. Hier herrschen Magie und Zauberei. Der erste logische Gedanke bei diesen Worten ist ganz klar: Das gibt es doch nicht. Aber die beiden ZaubertriXXer Albin und Ingo beweisen genau das Gegenteil: Sie sind Deutsche Meister der Zauberkunst in der Kategorie „Großillusion“ und verzaubern ihr Publikum während ihrer Shows. Dabei lassen sie die Magie mitten im Raum entstehen und plötzlich ist nicht mehr ganz klar, ob es sich noch um die Realität oder eine Illusion handelt. Wer selbst einmal in den Genuss eines magischen Abends kommen möchte, der kann die Show „Nix als TriXX!?“ der beiden Zauberer am 09.11.2019 im CongressPark Wolfsburg live miterleben. Und eines garantiert die Show jetzt schon: Es wird magisch. Im Interview haben die zwei Zauberer etwas mehr über ihre Faszination für die Zauberei, magische Momente während einer Show und ihren persönlichen Trickfavoriten erzählt.

Zwei zauberhafte Zauberer

Sie lassen ihre Zuschauer fasziniert zurück: Albin Zinnecker und Ingo Brehm / Foto: Abi Dragässer

Sie lassen ihre Zuschauer fasziniert zurück: Albin Zinnecker und Ingo Brehm / Foto: Abi Dragässer

Stellt euch einmal kurz vor.
Ingo: Ich bin 44 Jahre alt und wurde in Köln geboren. Hier bin ich auch aufgewachsen und lebe vor den Toren der Stadt mit meiner Lebensgefährtin Delia, die auch zu unserem Team gehört und Teil der Show in Wolfsburg ist.
Albin: Ich bin 43 Jahre alt und lebe mit meinem zehnjährigen Sohn und meiner Frau ebenfalls zwischen Köln und Bonn. Ich stamme aus einer Zirkus- und Schaustellerfamilie und meine Eltern reisten früher sogar mit einem Zirkus durch die Welt. Vermutlich entstand damals schon die Grundlage für meine spätere Leidenschaft.

Ihr beschäftigt euch nun schon seit 25 Jahren mit der Zauberei – Wie seid ihr eigentlich dazu gekommen?
Ingo: Ich habe nach dem Abitur im Jahr 1994 im Urlaub in Tunesien einen Zauberkünstler aus Brüssel kennengelernt. Ich war vom ersten Moment an völlig fasziniert und als die 14 Tage am Strand rum waren, hatte er mir ein paar Tricks beigebracht.
Albin: Ingo und ich kannten uns über gemeinsame Schulfreunde und kurz nach dem besagten Urlaub haben wir uns in einer Kneipe getroffen. Dort hat er mir die ersten Tricks gezeigt.

Wie ist eure Faszination für die Zauberkunst entstanden?
Ingo:
Bereits in der Schulzeit habe ich Theater gespielt und mochte es, auf der Bühne zu stehen. Je mehr ich mich mit der Zauberkunst beschäftigt habe, um so tiefer hat sich mein Verständnis und meine Leidenschaft für alles, was damit zu tun hat, entwickelt. Sei es nun die spannende Geschichte, die bis ins alte Ägypten zurückreicht, die Entwicklung in der Tricktechnik, bis hin zu den vielfältigen Möglichkeiten Menschen damit nicht nur zu verblüffen, sondern auch emotional zu berühren.
Albin: Für mich gab es eine Initialzündung als ich David Copperfield in den 90er-Jahren im Fernsehen gesehen habe. Das hat mich damals derart fasziniert, dass ich seither vom magischen Virus befallen war. Als ich Ingo kennenlernte, habe ich plötzlich gesehen, dass Magie und Zauberkunst etwas sind, das ich auch erlenen kann. Und seitdem war meine Leidenschaft geweckt. Ich liebe die Vielfalt die uns die Zauberkunst bietet. Das Trickgeheimnis, die Präsentation, Psychologie, Choreografie, Regie, Musik, Licht, usw. das alles sind Elemente, die gute Zauberkunst ausmachen. Magie ist die Kombination aus all dem und das fasziniert mich.

Ein magischer Karriereweg

Wo endet die Realität und wo beginnt die Illusion? / Foto: Abi Dragässer

Wo endet die Realität und wo beginnt die Illusion? / Foto: Abi Dragässer

Gibt es eine „richtige“ Ausbildung zum Magier? Wie darf man sich diesen Weg vorstellen?
Ingo: Es ist kein Lehrberuf, auch wenn einige Kollegen Zauberschulen betreiben. Wer sich wirklich intensiv damit auseinandersetzen möchte, kommt nicht drum herum viele Fachbücher zu lesen, Kongresse, Seminare und Workshops zu besuchen und sich das meiste selber zu erarbeiten.
Albin: Tatsächlich spielt noch viel mehr als nur die Tricktechnik eine Rolle. Wer wirklich gut sein will, muss sich Gedanken über seine Präsenz, seine Ausstattung und jeden Schritt auf der Bühne machen. Das erfordert Kenntnisse im Bereich Schauspiel, Regie, Pantomime, aber auch ein Gefühl für Musik ist außerordentlich wichtig.
Ingo: Und wer seine eigenen Tricks entwickeln will, so wie wir es tun, muss auch handwerklich ein wenig Geschick mitbringen.

Ihr habt vor eurer magischen Karriere im Business Bereich gearbeitet. War euch von Anfang an klar, dass ihr die beiden Bereiche miteinander verknüpfen wollt?
Albin: Nicht von Anfang an, aber wir haben recht früh erkannt, dass unsere Stärken und Fähigkeiten als Führungskräfte – man muss auch dort Menschen begeistern oder präsentieren können, aber man muss auch in der Lage sein, die Kontrolle zu behalten und sich und sein Team zu verkaufen – die Zauberei ideal ergänzen und eben auch die Zauberei sich auf das Businessleben auswirkt.
Ingo: Deshalb haben wir uns auch entschieden unser Wissen in Form von Seminaren und Workshops im Businesskontext weiterzugeben und natürlich auch Themen der Businesswelt in unsere Darbietungen für Unternehmen einzubinden.
Albin: Gerade neue und komplexe Themen, wie die zurzeit sehr stark wahrnehmbaren Veränderungsprozesse aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung, lassen sich durch Metaphern der Zauberkunst sehr leicht und griffig erklären und kommunizieren.

Hier entsteht die Zauberei

Ein zauberhaftes Team / Foto: Abi Dragässer

Ein zauberhaftes Team / Foto: Abi Dragässer

Beschreibt eure Bühnenshow in drei Worten.
Überraschend, witzig, herzlich.

Was ist die Besonderheit an eurer Shows?
Ingo: Wir wollen mit unserer Show etwas über uns und unsere Sicht der Welt erzählen, aber ganz besonders auch die Menschen im Saal zum Mittelpunkt der Show machen. Man muss sich darüber im Klaren sein: Ohne Publikum gibt es keine Zauberei! Andere Kunstformen haben es da leichter. Musik oder Malerei existieren auch ganz ohne Rezipienten. Deshalb wollen wir, dass die Zuschauer nicht nur zusehen, sondern mit uns interagieren und ein Teil der Show werden.
Albin: Wir erzählen mit unseren Nummern Geschichten. Über uns, über das Leben. Auch unsere Assistentinnen sind keine „Requisiten“, die nur dazu dienen zu schweben oder zersägt zu werden. Sie sind Teil und einfach auch Stars der Show.

Was ist für euch der schönste Moment während einer Show?
Ingo: Ganz klar das Finale. Denn hier spüre ich immer sehr deutlich, ob den Menschen die vergangenen zwei Stunden wirklich mochten. Die Energie, die aus dem Raum auf die Bühne geschickt wird, ist absolut berauschend und einzigartig.
Albin: Es gibt Situationen in der Show, da vergessen die Zuschauer zu applaudieren, weil sie von dem, was sie gerade erleben, gefesselt sind. Schön ist dann immer der Moment, wenn es im Saal ganz still wird und mehrere Sekunden später der Applaus losbricht. Dann weiß ich, wir haben wirklich einen magischen Moment erzeugt.

Wie wichtig ist die Musik als Bestandteil eines einzelnen Acts?
Albin: Musik ist für uns extrem wichtig, weil sie wie kein anderes Medium Emotionen und Stimmungen übertragen kann. In jedem Kinofilm kann man es wunderbar erleben: Die Momente ohne Musik sind sehr gering. Oftmals ist die Musik nicht sofort wahrnehmbar, aber sie sorgt entscheidend dafür, dass wir Zuschauer gespannt, erschrocken oder auch traurig sind.
Ingo: Hinzu kommt auch die Ästhetik einer guten Choreografie zur Musik. Wenn sich Protagonisten gut abgestimmt zur Musik bewegen, ist das fürs Auge immer viel schöner als die gleiche Handlung in Stille. Damit meine ich nicht nur Tanzchoreographien, sondern gerade auch scheinbar simple Handlungen, bei der die Musik die Geschichte unterstützt.

Die Zukunft wird magisch

Das ist doch Zauberei / Foto: Abi Dragässer

Das ist doch Zauberei / Foto: Abi Dragässer

Habt ihr einen Lieblingstrick?
Ingo: Ich eigentlich nicht. Es wechselt immer mal, aber ich könnte jetzt nicht sagen, dass ich ein bestimmtes Kunststück viel lieber vorführe als andere. Ich mag Routinen, die Zuschauer auch emotional berühren. Das ist oft bei Nummern der Fall, bei denen zum Beispiel die Gedanken der Zuschauer gelesen werden. Ich glaube, dass diese Fähigkeit insgeheim den Wunsch vieler Menschen anspricht, sich untereinander leichter zu verstehen.
Albin: Meine Lieblingstricks sind die, über die die Zuschauer auch nach der Show noch lange sprechen, weil sie einfach keine Erklärung dafür haben. So werde ich in der Show gefesselt und befreie mich in sekundenschnelle mit einem völlig unerklärlichen und überraschendem Finale. Diese Illusion mag ich sehr. Dann schwebt ein Tisch auf magische Weise durch das Theater und man kann förmlich eine Stecknadel fallen hören. Auch dieses Kunststück liebe ich sehr.

Wie groß ist euer Repertoire an Zaubertricks?
Albin: Ich muss tatsächlich sagen, dass ich nie nachgezählt habe. Aber ein paar Stunden könnten wir ganz sicher damit füllen. Die Frage ist auch weniger, wie viele Tricks wir grundsätzlich zeigen könnten, sondern wie viele wir richtig gut beherrschen.
Ingo: Es war jedenfalls so, dass wir für „Nix als TriXX“ einige wirklich tolle Nummern aus Zeitgründen aussortieren mussten. Irgendwann wollen die Leute ja dann doch mal nach Hause. Was übriggeblieben ist, sind die stärksten Illusionen in unserem Repertoire.

Habt ihr Pläne für die Zukunft?
Ingo: Irgendwann möchten wir ein Zaubertheater eröffnen, in dem wir regelmäßig Shows spielen. Wenn man in einer festen Location spielt, hat man einfach viel mehr und bessere Möglichkeiten als „on Tour“.
Albin: Dieses Projekt haben wir schon lange im Kopf. Es könnte nicht nur ein reines Theater sein, sondern eine „magische Veranstaltungslocation“, wo es weit mehr gibt als nur Zaubershows. Dort könnten Workshops stattfinden, wo wir unsere Erfahrungen aus der Zauber- und Businesswelt weitergeben können, aber auch Zauberkurse …
Ingo: Eine große Bibliothek und Sammlung historischer Requisiten würden sich dort auch gut machen …
Albin: Ihr seht schon: Langweilig wird uns garantiert nicht!

Gewinnspiel

Für die Zaubershow der ZaubertriXXer „Nix als TriXX!?“ am 09.11.2019 im CongressPark Wolfsburg verlosen wir 3×2 Karten. An unserem Gewinnspiel teilnehmen kannst du auf unserer Facebookseite. Um im Lostopf zu landen, musst du uns dort einfach nur verraten, wen du mit den Zaubertricks verzaubern willst.

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