Junge Kunst Schillerstraße Wolfsburg

Junges Wolfsburg, Junge Kunst

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Dora Balistreri, Gut zu wissen, Magazin

Im Jahr 1998 wurde die Junge Kunst e.V. von Wolfsburger Kunstinteressierten gegründet. Das Ziel? Junge künstlerische Strömungen nach Wolfsburg zu bringen und Wolfsburgs Charakter als Kunststadt zu stärken. Redakteurin Dora Balistreri sprach mit der Vereinsvorsitzenden Dr. Anke-Catrin Paulsen über Wolfsburg als kreativen Standort.

Junge Kunst Schillerstraße Wolfsburg

Die Junge Kunst bietet jungen Künstlern eine Plattform.

Frau Dr. Paulsen, Wolfsburg wird im nächsten Jahr 80 Jahre alt und Junge Kunst e.V. feiert sein 20. Jubiläum. Welche Rolle spielt Ihr Verein für die Stadt?

Seit fast 20 Jahren spielt der Verein Junge Kunst mit seiner Präsenz in der Wolfsburger Innenstadt eine besondere Rolle. Die anfänglichen Überlegungen, junge Künstler zu fördern, die am Beginn ihrer Karriere stehen, haben bis heute Bestand. Seit Jahren pflegen wir einen engen Kontakt zur Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und widmen seit vielen Jahren die erste unserer vier jährlichen Ausstellungen einem ihrer Meisterschüler. Junge Kunst e.V. ist nicht selten ein Sprungbrett für viele heute bekannte Künstler geworden. Als städtisch geförderte Einrichtung definieren wir natürlich einen Bildungsauftrag für uns, dem wir durch einen besonderen Akzent der Förderung von Jugendarbeit und Kinderworkshops Folge leisten.

Wie empfinden Sie in Ihrer Rolle der Vereinsvorsitzende Wolfsburg als Kreativstadt?

Für seine Größenordnung hat Wolfsburg zahlreiche Kunsteinrichtungen, die sich ergänzen und untereinander sehr gut vernetzt sind. Somit haben wir in diesem Jahr bei der Phaenomenale mitgewirkt und einen sehr erfolgreichen Kinder-Workshop im Rahmen der Ausstellung „Fachwerk“ von Titus Schade durchgeführt.

Welche kreativen Werke waren die Highlights in 20 Jahren Junge Kunst?

Zwei Positionen haben mich besonders beeindruckt: Zum einen Sebastian Pralle, dessen im letzten Jahr ausgestellten Kunstwerke in unterschiedlichen Geruchstönen eingelegte Papierstücke waren und er zur Finissage eine Soundperformance darlegte. Zum anderen faszinieren mich die Öl- und Acrylbilder von Titus Schade, der die Welt in Fachwerken unterteilt und somit eine bühnenartige Inszenierung schafft, die durch den Chiaroscuro, den er verwendet, etwas Mystisches hervorbringt.

Titus Schade im Künstlergespräch mit Gerd Harry Lybke bei Junge Kunst

Titus Schade im Künstlergespräch mit Gerd Harry Lybke bei Junge Kunst. / Foto: Junge Kunst e.V.

 

Titus Schade Ausstellung in Junge Kunst

Titus Schade zeigte seine Ausstellung in den Räumlichkeiten der Junge Kunst e.V.

 

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