Kleiderschrank-Check mit Enrico Elia / Foto: Andreas Bräunlich

Der Kleiderschrank-Check bei Enrico Elia

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Gut zu wissen, Magazin, Stefanie M. Brakel

„Mode ist für mich sehr wichtig!“, sagt Enrico Elia. Deshalb ist er auch Mode-Blogger und Influencer auf Instagram für verschiedene Produkte. Exklusiv für das FLOW WOLF-Magazin öffnet er seinen privaten Kleiderschrank und nimmt uns mit auf eine bunte Reise. 

30 Minuten, 3 Outfits

Kleiderschrank-Check mit Enrico Elia / Foto: Andreas Bräunlich
Der Oberstoff des Mantels ist aus recycelten Plastikflaschen gefertigt /
Foto: Andreas Bräunlich

Den Sinn für Farben und Kombinationen hat Enrico sicherlich von seiner Mutter vererbt bekommen. Die Liebe zu Details entwickelte sich später. Heute holt er sich seine Inspiration bei Fashionshows und auf Instagram. Dort tauscht er sich auf seinem Account enrico_elia mit seinen mittlerweile über 4.000 Followern aus. In seinen Stories begeistert er seine Fans mit neuen Outfits und mit seiner lustigen Art, diese zu präsentieren. Egal, ob gesponserte oder privat gekaufte Klamotten – Enrico hat seinen ganz eigenen Style, peppt Basics gerne mit coolen Jacken oder tollen Accessoires, wie Gürteln, Schals oder Sonnenbrillen auf. Was er trägt, ist Trend, oder wird es ziemlich schnell. Der 17-jährige, der gerade eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann begonnen hat, hat auch Spaß daran, andere in Sachen Mode zu beraten. Hat er ein Lieblingskleidungsstück? „Einen Gucci-Gürtel und natürlich meine Sonnenbrillen – die machen für mich ein Outfit erst komplett.“ Aber wie schnell kann sich ein Mode-Blogger selbst stylen? Kann er in kürzester Zeit völlig unterschiedliche, aber komplette Outfits aus seinem Kleiderschrank zaubern? Das möchte ich gerne testen. Ich besuche Enrico zu Hause und stelle ihm eine Aufgabe: „Ich gebe dir eine halbe Stunde Zeit und du stellst dir aus deinen Klamotten drei aktuelle Herbstoutfits zusammen, im Casual-, Business- und Street-Style.“

Ordnung muss sein bei Enrico Elia

Kleiderschrank-Check mit Enrico Elia / Foto: Andreas Bräunlich
Enrico schwört auf seinen offenen Kleiderschrank / Foto: Andreas Bräunlich

Die Zeit läuft und ich sehe mich ein bisschen um, denn ich bin neugierig, wie Enricos Kleiderschrank aussieht: Aufgeräumt oder jugendlich chaotisch? Farbenfrohes, Schwarzes, Altes, Neues? Was mir jedenfalls auf den ersten Blick sofort auffällt: Die Hälfte seines Zimmers ist quasi ein einziger Kleiderschrank. Er ist offen, mega ordentlich und sauber – und ich bin schwer beeindruckt! „Ein offener Kleiderschrank hat den Vorteil, dass er immer ordentlich gehalten werden muss, sonst sieht er fürchterlich aus. Und Ordnung wiederum macht es für mich leichter, mir meine Outfits mit wenigen Handgriffen zusammenzustellen.Das macht Enrico meist schon abends, damit er morgens Zeit spart. Und dann gibt er mir einen sehr nützlichen Tipp: Nimm immer einheitliche Bügel, damit kannst du auch einheitlich sortieren und nichts tanzt aus der Reihe.“ Seine selbstgebügelten Hemden sind nach Farben sortiert und in den Schubladen liegen Hosen, T-Shirts, Unterwäsche und Schals ordentlich gefaltet nebeneinander. Reicht der Platz nicht mehr, ist Enricos Motto: „Scheißegal, bau dir einfach ein neues Regal! Mistet er auch mal aus? Nein, denn Modetrends wiederholen sich, weshalb er noch einige Kartons im Keller hat.

Dos & Dont’s

Kleiderschrank-Check mit Enrico Elia / Foto: Andreas Bräunlich
Muster dürfen für Enrico nicht fehlen / Foto: Andreas Bräunlich

Dann entdecke ich sein – eher übersichtliches – Schuhregal. Enrico hat einige Lieblingsmodelle, meistens Sneaker, die er auch zu Anzügen kombiniert. Sein teuerstes Paar zeigt er mir auch. Da stehen zwei Buchstaben im Label, aber mehr darf ich nicht verraten, denn angeben will er nicht. Überhaupt empfinde ich Enrico bei all dem Glamour um ihn herum als sehr bodenständig. Seine modischen Wünsche und Marken-Outfits kann er sich erfüllen, weil er dafür arbeitet. In einem weiteren Regal sammelt Enrico Düfte, denn er findet, dass „Mann“ auch gut riechen muss. Da kann ich ihm nur zustimmen. Was ich nicht entdecke, sind Mützen, dabei sind sie doch seit einigen Jahren wieder voll angesagt. „Mützen mag ich nicht, die kommen auch wegen meiner Frisur nicht in Frage.“ erklärt er mir lachend. Gibt es noch mehr Dinge, die modisch überhaupt nicht für ihn gehen? „Ich gehe in Jogginghosen zwar aus, aber nicht zur Arbeit. Ich gehe nie mit ungestylten Haaren auf die Straße und manche Farbkombis mag ich nicht, aber das ist ja Geschmackssache.“

Das Ergebnis

Kleiderschrank-Check mit Enrico Elia / Foto: Andreas Bräunlich
Enricos Business-Look / Foto: Andreas Bräunlich

Apropos: Die Zeit ist um – was machen die Herbstoutfits? Sie sind fertig zusammengestellt, ganz aktuell in den Trendfarben Gelb, Weinrot, Haselnussbraun und Moosgrün. „Das ist eine unaufdringlich-edle Farbe, die zu allem passt“, erklärt mir Enrico. „Muster dürfen natürlich nicht fehlen und breiter Cord-Stoff ist wieder angesagt.“ An Enrico sieht die moosgrüne Cord-Jacke einfach gut aus, das muss ich zugeben. Lässig kombiniert mit weinrot-gemustertem Schal – fertig ist sein Street-Style. Zu seinem Business-Look gehört natürlich der klassische, kamelhaarfarbene Kurz-Mantel. Kombiniert mit einem moosgrünen Pullover, einer dunklen Hose und Sneakern sieht sein Look sehr lässig aus. Enricos Casual-Outfit lässt mich an die Nordsee denken: Er trägt einen gelben Kurzmantel, der aussieht, wie der gute alte Friesennerz, nur edler und umweltfreundlicher, denn der Oberstoff ist aus recycelten Plastikflaschen gefertigt worden. Dazu kombiniert Enrico einen bunt-gestreiften Pullover, eine dunkle Hose, Sneaker und eine ultracoole, blauverspiegelte Sonnenbrille. So ist er auf das wechselhafte Herbstwetter bestens vorbereitet. Jetzt muss ich ihm nur noch ein Geheimnis entlocken: „Wo kaufst du deine tolle Kleidung eigentlich?“ „Ich stöbere gerne bei TK Maxx, Zara, H&M und im Wolfsburger Modehaus Hempel, wo es diese Outfits beispielsweise gerade in der aktuellen Herbstkollektion zu kaufen gibt.“ Danke, Enrico, für diesen lustigen Nachmittag und die privaten Einblicke.

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