nachhaltICH foodsharing Wolfsburg

Aktionswoche zum Weltumwelttag

Blog, Joshua Rustenbeck

Unter dem Glasdach am Hugo-Bork-Platz fand vom 03.06.2019 bis zum 07.06.2019 die Aktionswoche NachhaltICH statt. 2015 wurden die Aktionstage Nachhaltigkeit im Rahmen der Europäischen Nachhaltigkeitswoche, einer von Deutschland, Frankreich und Österreich ins Leben gerufenen Initiative, an der Menschen aus ganz Europa teilnehmen können, ins Leben gerufen.

Aktionstag NachhaltICH

In Wolsburg wurde ein bewussterer Umgang mit unserer Umwelt in Bezug auf Nachhaltigkeit und ein öffentlichkeitswirksames Beispiel für Engagement aufgezeigt. Bei über 30 Grad fanden viele Besucher den Weg unter das Glasdach und informierten sich dort darüber, dass das Verhalten von jedem wichtig ist und man sich seines Konsums bewusst werden soll. Aber es blieb nicht nur bei Informationen, an vielen Ständen konnte man auch selber aktiv werden und teils spielerisch erkennen, wie man durch einfache Schritte einen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt und der Umwelt leisten kann.

Foodsharing Wolfsburg

Mehr als 18 Millionen Tonnen an Lebensmitteln landen pro Jahr in Deutschland im Müll. Pro Person sind das 81 Kilo. Vieles davon ist allerdings noch haltbar und kann problemlos verzehrt werden. Dieser Problematik nimmt sich Foodsharing Wolfsburg an, die auch einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln klar machen wollen. Allein in Wolfsburg wurden von den ehrenamtlichen Mitarbeitern bisher über 86.000 kg Lebensmittel vor der Mülltonne bewahrt. Betriebe, die mit der Organisation zusammenarbeiten, leisten einen großen Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung. Solange die Produkte verschlossen und gekühlt seien, könne man sie auch noch weit nach dem Ablaufdatum des Herstellers verzehren, so Anna (Foodsharing Botschafterin aus Wolfsburg).

NEST Wolfsburg

Die Naturerkundungsstation, kurz NEST, wollte ganz besonders auf die Wichtigkeit von Insekten und deren Sterben aufmerksam machen. Zur Verdeutlichung, was dieses für den Konsumenten bedeutet, sollte man aus verschiedenen Lebensmitteln auswählen, bei denen man glaubt, dass es sie ohne Insekten wie Bienen, Fliegen oder Wespen nicht mehr geben würde. Die Obstauswahl wäre erheblich eingeschränkt und auch auf Baumwolle könnte man nicht mehr zurückgreifen. Um diesen Szenarien entgegenzuwirken soll man mehr Blumen mit offenen Blüten wie beispielsweise Sonnenblumen oder Margeriten in seinem Garten pflanzen. So leistet man ohne großen Aufwand einen Beitrag zur Erhaltung der Insektenvielfalt.

nachhaltICH NEST Wolfsburg

Am Stand der NEST wurde über die Wichtigkeit der Insekten aufgeklärt.

Jugendförderung Stadt Wolfsburg

Bei der Jugendforschung der Stadt Wolfsburg lag das Hauptaugenmerk auf Müllvermeidung. Man konnte Abschminkpats aus alten Handtüchern herstellen, Gläser upcyclen oder Biomülltüten aus Zeitungspapier falten. So führte man dem Verbraucher vor Augen, wie viel Müll man produziert und dass vieles davon durch einfache DIY-Produkte vermeidbar wäre.

nachhaltICH Jugendförderung Stadt Wolfsburg

Müllvermeidung mit DIY-Produkten bei der Jugendförderung Wolfsburg.

Kleidertauschparty

Die Mädchen AG der Stadt Wolfsburg luden in den Biergarten vor dem Hallenbad ein. Von 16:00 bis 20:00 Uhr konnte man unter freiem Himmel Kleidung, die man nicht mehr trägt oder die einem nicht mehr passt, tauschen und dafür andere Kleidungsstücke mitnehmen, die einem mehr zusagen. Auch Kleiderspenden waren gern gesehen und selbst wenn man nichts zum Tauschen hat, durfte man sich bis zu drei Teile aussuchen. Von Mal zu Mal steigerten sich die Besucherzahlen und durch den Zusatz, dass bei der 3. Kleidertauschparty erstmalig Männer herzlich eingeladen waren, konnte man über 50 Tauschfreudige begrüßen. Auch Foodsharing Wolfsburg war vor Ort mit einem Infostand vertreten.

Bei der Kleidertauschparty war für jeden etwas dabei.

„Do it yourself“-Kosmetik 

Wie man Kosmetikprodukte, wie z.B. Peelings, Badesalze oder Shampoos selber herstellt, wurde im Mädchentreff Rote Zora gezeigt. Mädchen und junge Frauen ab 10 Jahren konnten unter Anleitung des Rote Zora-Teams eigene Kosmetika herstellen und das komplett ohne Plastikmüll. Ein großer Vorteil bei der Herstellung ist, dass man die meisten benötigten Produkte im eigenen Haushalt oder in der Natur findet. Ein DIY-Peeling besteht beispielsweise nur aus Zucker, Rosmarin und Olivenöl. Diese Möglichkeit lockte trotz des guten Wetters einige junge Frauen in die Porschestraße 90.

DIY war angesagt im Mädchetreff Rote Zora.