Am Freitag und Samstag feierte Dancing Science erfolgreich im phaeno Wolfsburg Premiere (06.11.2015) und Auftaktveranstaltung (07.11.2015). Nächsten Freitag und Samstag folgen zwei weitere Aufführungen im bis zu 500 Zuschauer fassenden Science Center am Nordkopf. Wir haben die Premiere des Tanzenden Theaters Wolfsburg besucht und eine Darbietung der Extraklasse erlebt.

Der Urknall im phaeno

IMG_8256In der zweiten Ausgabe vom FLOW WOLF Magazin haben wir bereits über die beiden Hauptdarsteller Cinzia Rizzo und Ronald Schober geschrieben. Bis dahin wussten wir alles über die Entstehung der Choreographie und den Spaß, den beide beim Üben hatten. Bei der Premiere wurden wir dann Zeuge einer perfekt abgestimmten Showeinlage mit viel Charme, Witz und Präzision. „Menschen sind auch nur Teile und Teile sind auch nur Menschen,“ sagte Ronald Schober auf der Bühne und brachte es auf den Punkt: Wenn zwei Elemente sich treffen entsteht Bewegung, entsteht Leben und es entsteht etwas Neues. Im Falle der beiden Teilchen entsteht der Urknall, der Beginn des Lebens. Die Dialoge der beiden waren zu jeder Zeit unterhaltsam, witzig und spritzig. Das Publikum lachte und klatschte spontan Beifall bei der Darbietung, die auch mal gerne außerhalb der Bühne fortgeführt wurde.

Tänzerische Einlagen unter Einbindung der Exponate

IMG_7196Sabine Thanner, Gründerin vom Tanzenden Theater Wolfsburg, hatte es auf der Pressekonferenz angekündigt, dass die Exponate aktiv mit eingebunden werden. In der Aufführung gelang das im wahrsten Sinne des Wortes phänomenal. Beispielsweise ließ die Violinistin das Feuer im Takt auf und absteigen. Es wurde zum Feuertornado getanzt und das Thema Wellenentstehung in die Show integriert. Somit wurde das phaeno nicht nur als Location genutzt, sondern war integrierter Bestandteil einer Tanzvorführung mit naturwissenschaftlichen Charakter. Deswegen heißt die Show auch „Dancing Science“. Was aber noch viel mehr begeisterte als die Einbindung von Exponaten waren die starken Ausdruckstänze aller beteiligten Tänzer und Tänzerinnen. Die Choreographen Britta Rollar und Bettina Paletta hatten eine tolle Mischung verschiedener Tanzstile gefunden, die zu passender musikalischer Begleitung, teilweise live, dargeboten wurden. Die Premiere war zeitgleich der erste Auftritt nach einem Jahr des Übens und schon Ronald Schober sagte damals im Interview: „Man könnte ja ständig weiterproben und weiterproben … aber man macht es ja, um es zu zeigen.“ Und das machten alle Künstler in Perfektion.

Standing Ovation vom begeisterten Publikum im phaeno

Dancing Science Aufführung vom Tanzenden Theater Wolfsburg im phaeno

Schon zwischenzeitlich gab es Szenenaplaus und nach jeder Showeinlage toste Beifall auf. Bei den Gesprächen in der Pause hörte man nur positive Stimmen von den knapp 500 teils geladenen Gästen. Am Ende der knapp zweistündigen Dancing Science Darbietung stand dann auch der letzte Gast von seinem Stuhl auf und applaudierte minutenlang einem Ensemble, das sich in eine neue Qualität der Darbietung getanzt hatte. Neben den grandiosen Tänzen, überragten Cinzia Rizzo und Ronald Schober mit ihrer Teilchen-Interpretation. Der Urknall als Liebesbeziehung machte das Thema so nahbar und nachvollziehbar, das man sich wünschte, es würde noch ewig so weitergehen.

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Fotonachweis: Janina Snatzke (5)

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